Wer ist eigentlich daran Schuld, dass man mit jedem Geburtstag jenseits der 29 nur noch mit vorgehaltener Hand über sein Alter spricht? Mir geht dieses negative Getue jedenfalls ordentlich auf den Keks und ich sage sicher ab heute auf die Frage nach meinem Alter NICHT „29A“…Im Ernst?

So, damit das nun auch alle Welt weiß : „Heute ist mein Geburtstag und ich bin 30 Jahre alt. YEAH!“

Und was alles passiert ist auf dem Weg bis hierher. Wenn ich das alles aufschreiben würde, säße ich mit 31 auch noch hier…also spar ich mir das mal. Was mir die letzten 30 Jahre auf jeden Fall am meisten gebracht haben sind Zuversicht und Selbstvertrauen. Das Wissen, dass es immer vorwärts geht, egal wie bescheuert es sich gerade anfühlt. Und darum will ich auch keine 20 mehr sein, denn ohne das, was ich allein in den letzten 5 Jahre über mich und alles andere gelernt habe, wäre ich noch lange nicht hier angekommen.

Zugeben muss ich allerdings schon, dass es echt ein kleiner Meilenstein im Leben ist, die 30 zu knacken, als Frau wahrscheinlich ein etwas größerer. Puuuh…Irgendwie bin ich jetzt so richtig erwachsen (mit ein paar kleinen Ausfällen hier und da.. ) und das Leben sieht auch verdammt anders aus als noch vor 10 Jahren. Ringsrum wird geheiratet, Kinder werden geboren und ich erwische mich ab und an mit den Gedanken:
– Wohin soll es eigentlich mit mir gehen?
– Macht „man“ das so?
– Wird das in diesem Tempo so weiter gehen?
– Hilfe!

Ok, das klingt jetzt an dieser Stelle nicht mehr so viel nach Selbstvertrauen. Aber zum Glück halten diese Phasen nur kurz an, bis ich wieder die Kompassnadel sehen kann und ins nächste Level hüpfe. Ich bin der Meinung, weiter als 2 Jahre kann doch sowieso kein Mensch realistisch planen und die besten Pläne nützen einem auch nichts, wenn dann noch das Leben dazwischen kommt. „Life is what happens while you´re making other plans“ heißt es so schön und das ist sooo wahr. Die besten Entscheidungen sind die, die sich gut anfühlen, nicht die, die andere von mir erwarten. Das ist auch ein kleiner an Appell alle da draußen, an dich. Mach das was sich gut anfühlt und auch das, was dir Angst macht. Denn wenn dir etwas Angst macht, dann bist du schon verdammt nah an deinen Träumen dran. So ging es mir auch als ich Anfang diesen Jahres meine Fotografie offiziell gemacht habe. „Sind meine Bilder überhaupt gut genug und was sagen bloß die anderen über mich?“ Sch… drauf, und ich bin froh diesen Schritt gegangen zu sein, denn es kann mir keiner mehr nehmen! Allein die vielen tollen Menschen, die ich dieses Jahr alle durch meine Fotografie kennenlernen durfte. Das ist jetzt schon unbezahlbar für mich geworden.

Ich bin schon riesig gespannt, welche Abenteuer mich im nächsten Jahr erwarten, welche Menschen (und Pferde) ich kennenlernen darf, an welche Orte es mich verschlagen wird, welche Erinnerungen ich mit meiner Kamera festhalten werde und was sonst noch so passiert.

In den nächsten Monaten werde ich noch einen weiteren Meilenstein erreichen: Ich werde endlich (hallelujah) nach über vier Jahren mein berufsbegleitendes Studium abschließen. Ich freue mich schon so sehr darauf, endlich ohne schlechtes Gewissen mal einen Sonntag auf der Couch zu verbringen und Bilder zu bearbeiten, weil keine Klausur mehr ansteht oder eine Hausarbeit auf ihre Fertigstellung wartet.

Und jetzt genug gequatscht, jetzt wird gefeiert.
Auf die nächsten 30 Jahre!
Cheers!

Danke für die tollen Fotos an die wunderbare Romana Jovanovic <3

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