Wie bereits angekündigt, startet meine Blogserie „Der richtige Hochzeitsfotograf – Meine 6 Tipps für eure Suche“ heute mit Folge #01: Die Suche nach eurem Hochzeitsfotografen beginnt.

Aller Anfang ist schwer und da ihr wahrscheinlich zum ersten Mal in eurem Leben heiratet, könnt ihr euch schnell überfordert fühlen mit all den Auswahlmöglichkeiten in der Hochzeitswelt. Bevor ihr euch einfach blind auf Google stürzt, kann ich euch empfehlen, erst einmal mit einem einfachen Brainstorming anzufangen. So könnt ihr einen soliden Grundstein für eure Suche nach dem richtigen Hochzeitsfotografen legen und seid euch schneller im Klaren darüber, in welche Richtung ihr eigentlich weitersuchen wollt. Das schränkt die Trefferzahl deutlich ein und ihr seid schneller am Ziel.

Folgende Fragen können für euch hilfreich sein:

Möchten wir einen Fotografen oder eine Fotografin?
Oha, eine heikle Frage gleich zu Beginn 🙂 Ich möchte hier absolut in kein Fettnäpfchen treten, aber vielleicht ist es trotzdem gut, wenn du dir hier kurz Gedanken machst. Dein Hochzeitsfotograf wird dich viele Stunden lang begleiten. Das beginnt mit dem Anziehen des Hochzeitskleids, über den „First Look“ und endet mit eurem Eröffnungstanz. Soll es lieber ein Hochzeitsfotograf oder eine -fotografin sein soll oder hast du bereits eine bestimmte Vorstellung im Kopf, was am besten zu euch passt?

Sollen es ein oder zwei Fotografen sein?
Es gibt Fotografen, die euch alleine begleiten oder im Doppelpack fotografieren. Da gibt es einmal die Fotografenpaare, welche manchmal sogar auch privat ein Paar sind und die Fotografen, welche mit einem sogenannten Second Shooter arbeiten. Zwei Fotografen sind ohne Frage eine Bereicherung, was die verschiedenen Möglichkeiten an Blickwinkeln angeht. Ich kenne aber auch Hochzeitspaare, welche sich bewusst für einen einzelnen Fotografen entschieden haben, da es einfach zuviel Trubel am Hochzeitstag sein kann, wenn den ganzen Hochzeitstag zwei Fotografen und womöglich noch ein Videograf um einen „herumtanzen“. Und das werdet ihr umso intensiver wahrnehmen, je weniger Gäste bei eurer Hochzeit anwesend sind. Seid euch auch bewusst darüber, dass ein einzelner Fotograf euch wahrscheinlich ein günstigeres Angebot machen kann, als ein Fotografenpaar (wenn hoffentlich wirtschaftlich kalkuliert wurde 😉 ) Ich fotografiere meine Hochzeiten meistens allein, kann aber auf euren Wunsch einen Second Shooter arrangieren.

Wie lange möchten wir mit der Kamera begleitet werden?
Ihr müsst so früh noch keinen genauen Ablaufplan im Kopf haben, aber vielleicht habt ihr schon eine ungefähre Vorstellung: Könnt ihr euch eine Begleitung ab den Vorbereitungen vorstellen und wie lange sollte die Kamera auf jeden Fall dabei sein? Bis zum ersten Tanz oder doch noch etwas länger? Natürlich gilt hier: Je länger die Buchung, desto mehr Momente können eingefangen werden und desto mehr Bilder erhaltet ihr. Die meisten Fotografen bieten Basispakete mit einer Mindestanzahl an Stunden an (meistens ab 8 Stunden für eine Reportage am Wochenende). Weitere Stunden können oft optional hinzugebucht werden.

Möchten wir auch ein Hochzeitsvideo?
Ich liebe Hochzeitsvideos. Sie sind einfach unvergleichbar mit Fotos, da sie Emotionen noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise transportieren können. Stellt euch hier vielleicht auch zunächst die Frage: Möchten wir, dass uns eine zweite Person den ganzen Tag mit der Kamera begleitet? Sollte der Fotograf eventuell zu zweit kommen, wären es dann schon drei Personen mit Kamera an eurem Hochzeitstag. Bedenkt auch, dass ein Hochzeitsvideo preislich in etwa derselben Höhe der Ausgaben wie die Hochzeitsfotos in euren Budgetplan zu berücksichtigen ist. Fragt euren Fotografen gerne nach einer Empfehlung für einen Videografen.

Woher soll unser Hochzeitsfotograf kommen?
Soll er oder sie aus der Nähe der Hochzeitslocation kommen und die Location vielleicht sogar schon kennen? Normalerweise ist es kein Problem für einen Fotografen, sich in kürzester Zeit auf eine vorher noch unbekannte Location einzustellen. Eine Location für das Portraitshooting suche ich entweder vor der Hochzeit oder am Hochzeitstag selbst, wenn die Hochzeit nicht zu früh anfängt. Daher ist es meiner Meinung nach kein Muss, dass der Fotograf aus der unmittelbaren Nähe der Location kommt. Vielleicht wohnt ihr sogar in derselben Stadt und könnt euch vor der Hochzeit bereits bei einem Kaffee persönlich kennenlernen? Denkt daran, dass ihr je nach Wohnort des Fotografen und Hochzeitslocation eventuell zusätzliche Reisekosten, wie Fahrtkosten und Übernachtung mit einplanen solltet.

Wieviel Budget können und wollen wir für unsere Hochzeit verplanen?
Um den Überblick nicht zu verlieren, empfehle ich euch, einen Budgetplan für eure Hochzeit zu erstellen. Welche einzelnen Posten wird es überhaupt geben: Location, Brautkleid, Ringe, Fotograf…? Überlegt euch, wie hoch euer Gesamtbudget sein darf und wieviel ihr den einzelnen Posten zuteilen möchtet. Anfangs könnt ihr ja erst einmal nur eine Schätzung zu den einzelnen Posten eintragen. Sobald ihr die tatsächlichen Kosten für die jeweiligen Posten erfahren habt, tragt diese ebenso in den Plan ein. Ihr werdet sehen, dass Schätzung und Realität mal mehr, mal weniger auseinanderliegen werden. Vielleicht wird hier für andere Posten aber auch wieder Budget frei und ihr könnt mehr an anderer Stelle investieren, als ursprünglich gedacht.
Aber wieviel solltet ihr denn nun für eure Hochzeitsfotos einplanen? Zu diesem spannenden Thema kannst du bald mehr im Blogpost „Was sind euch eure Hochzeitsbilder wert?“ lesen (coming soon).

Last but not least eine weitere so wichtige Frage:
Welcher Hochzeitsfoto-Stil gefällt euch?
Lies mehr zu diesem Thema in der nächsten Folge am kommenden Mittwoch #weddingwednesday 🙂

Hier gehts zur Übersicht aller Themen der Serie „Der richtige Hochzeitsfotograf – Meine 6 Tipps für eure Suche“

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